Was bedeutet ABNEHMEN für unseren Körper?

fotolia allin BLOG Hungerstoffwechsel
Zum Leben benötigt der Körper Energie. Die Energiegewinnung erfolgt durch das „Verbrennen“ von Nahrung, deren Energieeinheit in Kilojoule (kJ) oder Kilokalorien (kcal) angegeben wird. Bekommt der Organismus - gewollt oder ungewollt - weniger Nahrung als er benötigt, schaltet auf den Hungerstoffwechsel um. Die Gründe dafür können vielfältig sein.


Im Hungerstoffwechsel kommt es zu bestimmten Veränderungen im Organismus, die weitreichende Folgen auf die körperliche und geistige Fitness sowie die Lebensqualität haben.


Durch die fehlende Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Protein (Eiweiß) greift der Körper auf seine eigenen Energiereserven zurück. Dabei kommt es zum Verlust an Körpergewicht.


Die zeitliche Reihenfolge dahinter ist folgende:

1. Kohlenhydratspeicher
—- Der Körper greift in erster Linie auf seine Kohlenhydratspeicher zurück, da Kohlenhydrate schnell verfügbare Energiequellen sind. Einerseits können sie vom Körper rasch abgebaut und verwertet  und andererseits auch wieder effizient aufgebaut werden.
—- Kohlenhydrate sind in der Leber und in den Muskeln in Form von Glykogen gespeichert.
—- Dieser Energiespeicher reicht im Hungerstoffwechsel allerdings  nur einen Tag aus und versorgt den Organismus mit max. 1.600 kcal.  
—- Jedes Gramm Glykogen bindet ca. die doppelte bis dreifache Menge an Wasser (ca. 2,7 g Wasser). Deshalb kommt es beim Abbau der Kohlenhydratspeicher in den ersten zwei Tagen zu einem raschen Körpergewichtsverlust (Wasserverlust durchschnittlich 2 Kilogramm).
—- Mit dem Wasser werden auch stets Elektrolyte wie Kalium und Magnesium über die Niere ausgeschieden und stehen dem Körper anschließend nicht mehr zur Verfügung.

2. Proteinspeicher
—- Nach zwei bis drei Tagen kommt es zum Abbau von Proteinen aus Muskeln und Organen. Dieser Prozess ist für den Organismus sehr aufwendig, da die Proteine in Aminosäuren zerlegt werden müssen, damit sie zur Energiegewinnung verwendet werden können.
—- Teilweise werden die Aminosäuren vom Körper wiederum in Kohlenhydrate (Glucose bzw. Traubenzucker) umgewandelt, damit das Gehirn gut versorgt werden kann.
—- Neben dem Verlust an Muskelmasse und dem damit verbundenen Verlust an Kraft steht das Körpereiweiß für weitere wichtige Funktionen nicht mehr ausreichend zur Verfügung.
—- Die Proteine werden auch in den Organen (z.B. Leber, Herz etc.) abgebaut und diese können ihre Funktionen nicht mehr wie gewohnt aufrechterhalten.
—- Es entsteht ein Eiweißmangel im Blut. Die Folge daraus sind sogenannte Hungerödeme, die durch Flüssigkeitsverschiebungen und Wasseransammlungen im Gewebe entstehen.
—- Der Eiweißabbau hat auch negative Auswirkungen auf das Immunsystem, die Infektanfälligkeit steigt und Infekte können schwerer abgewehrt werden.
—- Insgesamt beträgt der Eiweißabbau ca. 25% des gesamten Gewichtsverlustes!

3. Fettspeicher
—- Zeitglich zum Abbau der Kohlenhydrate und des Körpereiweißes werden bereits kleinere Mengen an Fett verwertet.
—- Erst nach der ersten Woche kann von einem ausgeprägten Fettabbau gesprochen werden.
—- Fett ist der Langzeitenergiespeicher des Körpers und wird aus dem Unterhautfettgewebe (z.B. an Bauch, Hüfte und Oberarmen) und dem viszeralen Fett (umhüllt in der Bauchhöhle die inneren Organe) gewonnen.
—- Durch den Fettabbau geht auch die Isolierschicht des Körpers verloren und der Organismus leidet vermehrt unter Kälte. Zeitgleich erhöht dies den täglichen Kohlenhydratbedarf, damit der Körper Wärme produzieren kann.
—- Fett ist auch ein Wasserspeicher. Durch die Reduktion des Fettgewebes sinkt das Wasserdepot im Körper noch mehr und die Gefahr für Flüssigkeitsmangel und Austrocknung steigt.


Zu Bedenken gilt:
- Bei ungewolltem oder auch gewolltem Nahrungsmangel ist die Gewichtsabnahme zu Beginn sehr schnell und wird durch das Umstellen des Körpers auf „Sparflamme“ kontinuierlich weniger.  
- Je länger der Organismus hungert, desto schwerwiegender sind die körperlichen Folgen.
- Eine Folge ist der Verlust an Muskelmasse wodurch die körperliche Fitness und Kraft vermindert wird.


Ernährungstipps:
—- 5-6 mal täglich eine kleine Mahlzeit verzehren
—- Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte (Kalorien) und viel Eiweiß bevorzugen z.B. allin® one EIWEISS Trinknahrung, Cremesuppen, Sahne-Dessert-Joghurts, Mehlspeisen mit Topfen/Quark-Fülle, Dessertcremen mit Schlagobers/Sahne etc.
—- gezielte Eiweiß-Anreicherung von kalten und warmen Speisen sowie Getränken mit allin® pure PROTEIN Pulver; Tipp: individuellen Eiweißbedarf ermitteln
—- mind. 1,5 – 2 l Flüssigkeit trinken; Beispiele: appetitanregenden, mit Honig gesüßten Tee (wie Kalmus, Scharfgarbe, Tausendgüldenkraut, Wermut oder Löwenzahn); allin® one EIWEISS Trinknahrung auf Fruchtsaft-Joghurt-Basis, allin® light PROTEIN Water oder Fruchtsäfte mit Wasser verdünnt
—- Beilagen wie Reis, Nudeln, Kartoffeln mit hochwertigen pflanzlichen Ölen (Raps-, Leinsamen-, Wallnuss-, Soja- und Olivenöl) oder Butter anreichern
—- auf eine ausreichende Versorgung mit den Elektrolyten Kalium (u.a. enthalten in Bananen, Kartoffeln, Trockenobst, Spinat, Champignons) und Magnesium (u.a. enthalten in Vollkornprodukte, Milch, Milchprodukte, Leber, Geflügel, Fisch, Kartoffeln) achten
—- sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe durch Obst und Gemüse in jede Hauptmahlzeit einbauen  

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