Wechselwirkungen zwischen der Ernährung & Medikamenten

Bei der Einnahme mehrerer Medikamente können diese untereinander für Wechselwirkungen sorgen. Doch wie sieht es mit Lebensmitteln und Medikamenten aus? Dürfen zum Beispiel Milchprodukte mit Antibiotika eingenommen werden?

Im folgenden Blogartikel gehen wir dieser Frage auf den Grund und stellen dir sechs wichtige WECHSELWIRKUNGEN zwischen Lebensmitteln und Medikamenten vor.

Grapefruit & Blutverdünner

Grapefruit

Bereits 200 ml Grapefruitsaft können zu einer ungewollten Verstärkung von Blutverdünnern und anderen Medikamenten führen. Um dies zu verhindern, solltest du während der Therapie auf Grapefruitsaft strikt verzichten. Dasselbe gilt übrigens für die Pomelo, eine Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse.

Alkohol & Schmerzmittel

Die bekanntesten Wechselwirkungen entstehen bei Medikamenteneinnahme und gleichzeitigem Alkoholkonsum. In Kombination mit Schmerzmitteln, wie zum Beispiel Paracetamol, können leberschädigende Prozesse entstehen. Außerdem kann Alkohol die „einschläfernde“ Wirkung von Schlafmitteln und Antidepressiva verstärken.

Gerbstoffe & Eisentabletten 

Kaffee

Wein, Kaffee, Grün- und Schwarztee sollten nicht zusammen mit Eisentabletten geschluckt werden. Denn die darin enthaltenen Gerbstoffe binden Eisen-Ionen im Magen-Darm-Trakt und verhindern somit die vollständige Aufnahme. Ein Abstand von mindestens zwei Stunden vor und nach der Einnahme wird empfohlen.


Lakritze & blutdrucksenkende Medikamente

Die in Lakritze enthaltene Süßholzwurzel kann bei hohem Verzehr zu Bluthochdruck, Schwindel und Wassereinlagerungen führen. Daher wird bei Einnahme von Blutdrucksenkern empfohlen, auf Lakritze und Teesorten mit Süßholzwurzel zu verzichten.

Goji Beere & Blutverdünner

Gojibeere

Die Goji Beere erfreut sich in Europa zunehmender Beliebtheit. Die sogenannte „Superfruit“ kann jedoch in Verbindung mit blutverdünnenden Mitteln das Blutungsrisiko erhöhen. Um das Risiko gefährlicher Blutungen auszuschließen, dürfen Goji Beeren nicht in Kombination mit Blutverdünnern eingenommen werden.

Milchprodukte & Antibiotika

Das enthaltene Kalzium in Milch- und Milchprodukten kann mit bestimmten Antibiotika, schwerlösliche Verbindungen im Magen eingehen. Die Folge davon, ist eine verminderte Wirkung des Medikamentes. Daher sollten vier Stunden vor und zwei Stunden nach der Einnahme von Antibiotika, auf Milch- und Milchprodukte verzichtet werden.

Manche Produkte von allin® enthalten Milcheiweiß und zusätzlich zugeführtes Kalzium. Daher empfehlen wir dir einen zeitlichen Abstand bei der Einnahme von bestimmten Antibiotika (z. B.: Tetracycline).

Die genauen Anwendungsempfehlungen entnimmst du bitte der Packungsbeilage der jeweiligen Medikamente.

allin Sortiment

Bei weiteren Fragen stehe ich dir jederzeit, auch gerne telefonisch, zur Verfügung:

Patricia Hödlmoser

Patricia Hödlmoser, Diätologin

p.hoedlmoser@allin-protein.com
mobil AT: 0043 676 964 23 75
mobil DE: 0049 176 40 44 68 68

Quellen:

Siedentopp U.: Medikamente und Ernährung – Wechselwirkungen zwischen Arznei- und Lebensmitteln. Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, 60, 4/2017; S. 41-45
Schwarz G.: Wechselwirkungen Ernährung und Medikamente. UGB Forum 5/17; S. 242-245
Marktl W.: Ernährung & Medikamente – eine komplizierte Beziehung. JEM – Journal für Ernährungsmedizin. http://www.jem-online.at/originalarbeit/ernaehrung-medikamente-eine-komplizierte-beziehung-724.html Zugriff am: 10.08.2018
Biesalski H., Grimm P., Nowitzki-Grimm S. Arzneimittel und Nahrung II. In: Biesalski H, Hrsg. Taschenatlas Ernährung. 5. Auflage. Thieme; 2011.
Melzer M., Mühlbauer R.: Wechselwirkungen: Medikamente und Lebensmittel. Apotheken Umschau. https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Wechselwirkungen-Medikamente-und-Lebensmittel-56596.html Zugriff am: 10.08.2018
Smollich M.: So beeinflussen sich Arznei- und Nahrungsmittel. NDR Ratgeber. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/So-beeinflussen-sich-Medikamente-und-Nahrungmittel,wechselwirkung101.html Zugriff am: 10.08.2018